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Fachkräftemangel bleibt ein drängendes Problem
Der Fachkräftemangel ist längst Alltag in deutschen Unternehmen. Jedes Jahr fehlen Hunderttausende qualifizierte Arbeitskräfte, besonders in technischen Berufen, der Pflege und im Handwerk. Die Politik will gegensteuern und hat in den vergangenen Jahren moderne Gesetze für die Fachkräfteeinwanderung geschaffen. Nun soll die Digitalisierung endlich Tempo bringen. Doch was auf dem Papier gut klingt, funktioniert in der Realität nur bedingt.
Das Auslandsportal ist ein guter Anfang mit vielen Lücken
Im Januar stellte das Auswärtige Amt das neue Auslandsportal vor. Eine zentrale Plattform, über die ausländische Fachkräfte künftig Visa digital beantragen können. Ziel war es, Papierarbeit zu vermeiden, Wartezeiten zu verkürzen und mehr Übersicht zu schaffen.
Allerdings zeigt sich schnell: Der digitale Antrag ist bisher nur an wenigen Auslandsvertretungen möglich. Viele Anträge können noch gar nicht online gestellt werden. Sogar bei der sogenannten Blauen Karte, dem wichtigsten Visum für qualifizierte Arbeitskräfte, steht bei vielen Botschaften weiterhin: „Online-Antrag derzeit nicht verfügbar.“
Zersplitterte Strukturen bremsen den Fortschritt
Auch innerhalb Deutschlands bleibt die Situation schwierig. 540 Ausländerbehörden arbeiten mit ganz unterschiedlichen IT-Systemen. Eine einheitliche, digitale Lösung gibt es bisher nicht. Das soll sich mit der geplanten Agentur für Fachkräfteeinwanderung ändern. Sie soll als zentrale Anlaufstelle für ausländische Fachkräfte dienen und Prozesse bündeln.
Doch bis es soweit ist, bleiben viele Hürden. Die Rechtsanwältin Bettina Offer, die Unternehmen bei der Anstellung internationaler Fachkräfte unterstützt, berichtet aus der Praxis. Ihre Kanzlei stellt jährlich rund 3.000 Anträge. Ihr Urteil: Noch funktionieren viele digitale Prozesse nicht. Sie spricht von „Wildwuchs“ und langen Wartezeiten, sowohl bei den Auslandsvertretungen als auch bei den Behörden im Inland.
Entscheidungen ohne Mitspracherecht für Arbeitgeber
Besonders kritisch sieht sie die Rolle der Bundesagentur für Arbeit. Diese prüft vorab, ob eine Stelle mit einer ausländischen Fachkraft besetzt werden darf. Im Jahr 2024 wurden über 90.000 Anträge abgelehnt, häufig wegen angeblich zu niedriger Gehälter. Arbeitgeber können gegen solche Entscheidungen nicht vorgehen. Das bleibt allein den Fachkräften überlassen – die in vielen Fällen einfach abspringen. Und sich für andere Länder entscheiden, wo der Prozess schneller und unkomplizierter läuft.
Was Unternehmen jetzt brauchen
Damit internationale Rekrutierung erfolgreich gelingt, brauchen Unternehmen vor allem klare und verlässliche Prozesse. Es geht um Transparenz bei Zuständigkeiten, nachvollziehbare Abläufe und realistische Bearbeitungszeiten. Viele Betriebe stoßen an ihre Grenzen, wenn sie sich allein durch komplexe Verfahren kämpfen müssen. Besonders kleinere und mittelständische Unternehmen benötigen Unterstützung, um Fehler zu vermeiden und wertvolle Zeit nicht zu verlieren. Gefragt sind kompetente Ansprechpartner, die den Überblick behalten und pragmatische Lösungen ermöglichen. Gleichzeitig muss die Politik dafür sorgen, dass Arbeitgeber im Einwanderungsverfahren stärker eingebunden und als aktive Partner verstanden werden.
New Start Germany als starker Partner an Ihrer Seite
New Start Germany unterstützt Unternehmen dabei, internationale Fachkräfte erfolgreich nach Deutschland zu holen. Wir begleiten den gesamten Prozess, vom Visumsantrag über die Anerkennung von Abschlüssen bis zur Integration vor Ort. Viele digitale Angebote funktionieren aktuell noch nicht zuverlässig. Umso wichtiger ist es, einen Partner an der Seite zu haben, der den Überblick behält und schnell reagieren kann.
Sprechen Sie mit uns, wenn Sie internationale Fachkräfte gewinnen möchten. Wir unterstützen Sie effizient, rechtssicher und mit einem klaren Blick für die Praxis.
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Digital Immigration: Progress, but Still a Long Way to Go
Germany’s Ongoing Skills Shortage
The shortage of skilled workers is no longer a future concern – it’s a daily reality for many German companies. Each year, hundreds of thousands of professionals are missing in sectors like engineering, healthcare and trades. In response, the government has introduced modern immigration laws and now aims to accelerate processes through digital tools. But putting this into practice is proving to be a challenge.
The Foreign Portal is a good start, but still full of gaps.
In January, the Federal Foreign Office introduced the new Foreign Portal. A central platform designed to allow skilled workers from abroad to apply for visas digitally. The goal was to reduce paperwork, shorten waiting times and improve transparency.
However, progress is limited. The digital application is currently available only at a handful of foreign missions. Many visa categories can’t yet be applied for online. Even for the EU Blue Card, a key permit for high-skilled professionals, many embassies still display the message: “Online application not currently available.”
Fragmented Authorities Slow Things Down
Within Germany, the system is still highly fragmented. Around 540 immigration offices operate with different IT systems. There is no consistent digital solution yet. A new agency for skilled immigration is planned, intended to act as a central contact point and streamline processes.
But that agency is still in development. Lawyer Bettina Offer, who supports companies in hiring foreign talent, reports from her day-to-day experience. Her firm handles around 3,000 applications each year. Her verdict: most digital processes don’t work reliably. She sees inconsistent standards, long wait times and a lack of coordination between authorities.
Employers Left Without a Voice
Offer also points to a critical issue involving the Federal Employment Agency. It must approve job offers before a visa can be issued. In 2024, more than 90,000 applications were rejected, often due to salaries being deemed too low. Employers can’t appeal these decisions. Only the applicant can – and many simply drop out of the process and turn to countries like the Netherlands or the UK, where procedures are faster and more transparent.
What Companies Need Right Now
To succeed in international recruitment, companies need reliable and well-structured processes. This includes clear responsibilities, transparent procedures and realistic processing times. Many businesses reach their limits when trying to navigate complex immigration rules on their own. Small and medium-sized companies in particular need guidance to avoid mistakes and prevent unnecessary delays. What’s needed are experienced partners who keep track of the details and offer practical solutions. At the same time, policymakers must ensure that employers are more actively involved in the immigration process and recognized as key stakeholders.
Why New Start Germany Makes a Difference
New Start Germany supports companies in successfully bringing skilled professionals to Germany. We guide you through the entire process, from the visa application and recognition of qualifications to integration on site. Many digital solutions are still not working reliably. That makes it all the more important to have a partner who keeps track of everything and can respond quickly when needed.
Get in touch with us if you are looking to recruit international professionals. We provide support that is efficient, legally sound and focused on practical solutions.